James Last,Berlin,Musik

James Last am 28.04.2019 Berlin

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The Official Tribute To Zum 90. Geburtstag des erfolgreichsten Bandleaders

Biografie einer Legende

Nach seiner Ausbildung als Kadett an den Heeresmusikschulen in Frankfurt am Main und Bückeburg spielte er, 17 Jahre jung und damals noch als Hans Last, ab 1946 auf Initiative von Hans Günther Oesterreich als Bassist mit seinen Brüdern Werner und Robert im Tanz- und Unterhaltungsorchester von Radio Bremen und im Last-Becker Ensemble. Sein Bruder Werner machte später selbst Karriere unter dem Namen Kai Warner, und sein Bruder Robert Last spielte in der Erstbesetzung der James-Last-Band Schlagzeug. 1955 ging Hans Last zum NDR-Orchester nach Hamburg. In den frühen 1950er Jahren gewann Last mehrere „Jazzpolls“ als Jazz-Kontrabassist.

 

1964 erhielt er von Polydor einen eigenen Plattenvertrag. Mit seinem Orchester James Last & His Orchestra – eine durch Streicher und Chor erweiterte Big Band – begann er nun, zum Teil selbst komponierte, zum Teil umarrangierte Instrumentalstücke aufzunehmen. Sein Repertoire reicht hierbei vom Swing über Pop und Volkslied bis zur Klassik. Mit dem Album „Non Stop Dancing“ begann 1965 eine einzigartige Karriere, die ihn zu einem der erfolgreichsten Tonkünstler weltweit machte.

 

Die Auszeichnungen hierfür sind zahlreich, reichen vom „Country Music Award“ über „Platine Stimmgabel“ und „Echo“ in der Kategorie „Lebenswerk“ bis hin zum Bundesverdienstkreuz am Bande. Im Anschluss an die Europatournee „James Last – Mit 80 Jahren um die Welt“ anlässlich seines 80. Geburtstages im Jahr 2009 ehrte ihn Universal Music Entertainment mit dem „Lifetime Award“ für über 80 Millionen verkaufte Tonträger. Im Jahr 2009 verlieh ihm seine Geburtsstadt Bremen die Senatsmedaille für Kunst und Wissenschaft und in demselben Jahr ernannte ihn die Hochschule für Künste Bremen zum Ehrensenator. Als jüngste Auszeichnungen erhielt James Last am 24. Mai 2012 den von der GEMA initiierten Deutschen Musikautorenpreis für sein Lebenswerk in Berlin sowie am 8. April 2013 das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien.

 

Besonders in den 70er Jahren galt James Last als „Partykönig“. Er schuf Medleys, die fortlaufend populäre Musik in einem charakteristischen Tanzmusikstil darboten. Diese Party-Musik fand ihr Publikum zwischen den Anhängern der damaligen Rockmusik und der traditionellen Tanzmusik. Darüber hinaus arbeitete er mit vielen Künstlern zusammen, wie Wencke Myhre, Freddy Quinn, Richard Clayderman, René Kollo, Helmut Zacharias, Edward Simoni, Fettes Brot und andere. Für Elvis Presley komponierte er das Stück „Fool“, das der „King of Rock´n´Roll“ auf seiner ersten RCA-Platte aufgenommen hatte. Anlässlich seines 75. Geburtstages erschien die CD „They call me Hansi“ in Zusammenarbeit mit RZA, Jan Delay, Herbert Grönemeyer, Tom Jones, Hayley Westenra, Luciano Pavarotti, Xavier Naidoo, Nina Hagen und Till Brönner.

 

Zu seinen erfolgreichsten Eigenkompositionen gehören „Games That Lovers Play“, „Happy Luxemburg“ oder auch Titelmelodien deutscher Fernsehserien wie „Der Landarzt“ oder „Das Traumschiff“, sowie die Erkennungsmelodie zu der erfolgreichen Musiksendung „Die ZDF-Hitparade“ mit Dieter Thomas Heck, aber auch die Filmmusik deutscher Spielfilme wie „Der Kapitän“ (1971) mit Heinz Rühmann oder „Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung“ (1968) und „Wenn süß das Mondlicht auf den Hügeln schläft“ nach den Erfolgs-Romanen von Eric Malpass. Für die 1968 bis 1980 ausgestrahlte ZDF-Sendung „Starparade“ mit Rainer Holbe komponierte er nicht nur die Titelmusik, sondern er begleitete die Sendungen auch regelmäßig mit seinem Orchester. Seine Komposition „Der einsame Hirte“ wurde 1977 von dem Panflötenvirtuosen Gheorghe Zamfir interpretiert und erlangte rund 25 Jahre später als Filmmelodie von „Kill Bill: Vol. 1“ Kultstatus.

 

1997 starb seine Frau Waltraud, mit der er 42 Jahre lang verheiratet war. Aus der Trauer führten ihn, wie er sagt, der Glaube, seine Musik und seine zweite Frau Christine. James Last und Christine lebten bis 2015 gemeinsam in Florida und Hamburg.

 

James Last gab zahlreiche Tourneen auf allen Kontinenten. Seit seiner ersten Livetournee 1968 gab er rund 2.500 Konzerte. Alleine in der ehrwürdigen Londoner Royal Albert Hall gab er 91 (!) Konzerte. Das ist eine rekordverdächtige Zahl, denn James Last ist der einzige nichtbritische Musiker, der diese legendäre Halle so häufig bespielt hat.

 

„Musik ist meine Welt“, das Motto seiner großen Europa-Arena-Tour 2011 war sein erklärtes Lebensmotto. Mit seiner Tournee 2013 bekräftigte der Altmeister des Happy Sounds, wie zeitlos, stark und präsent er und seine Musik sind.

 

 

Zu seinem 85. Geburtstag 2014 kündigte James Last eine Tournee für 2015 an.

50 Jahre nach Erscheinen seiner ersten LP „non stop dancing `65“ gab James Last das Ende seiner Tourneelaufbahn bekannt.

Am 9. Juni 2015 verstarb James Last friedlich im Kreise seiner Familie in seiner Wahlheimat Florida.

Mit „NON STOP MUSIC – live in concert 2015“ wurde ein einzigartiges Kapitel deutscher und internationaler Musikgeschichte für immer geschlossen. Die grandiosen Konzerte wurden sein sehr persönliches „good bye“.

Der einzigartige und bedeutende Künstler hat für die Musik gelebt. James Last war der erfolgreichste deutsche Bandleader aller Zeiten. Die Welt verlor mit ihm einen einzigartigen Botschafter, dessen starke und verbindende Sprache die Musik war. Einen Visionär, der durch seine beeindruckende Kraft und Offenheit, Professionalität, Bescheidenheit und Lebenslust Vorbild sowie Inspiration weltweit für viele Generationen war.

 

James Last – Auszeichnungen
Auszeichnungen und Preise

  • 1950 – 1952 bester Jazzbassist des Jahres (Deutscher Jazzpoll)
  • 1969 MIDEM-Trophäe, Cannes, für 1 Million verkaufte „Non Stop Dancing“-Alben
  • 1969 Deutscher Schallplattenpreis von „Fono Forum“ für das Neuarrangement der „Dreigroschenoper“ von Bertholt Brecht
  • 1969 – 1971 Beliebtestes Orchester des Jahres (Deutscher Musikpoll – Vorläufer des Echo) 1969 / 1997 „Goldene Europa“ der Europawelle Saar
  • 1971 „Goldenes Grammophon“, München
  • 1971 „Silber Möwe“ des Hamburger Abendblatt
  • 1971 „RPM Gold Leaf Awards“ (Kanada) für „Super Non Stop Dancing“ und für „James Does His Thing“
  • 1971 „Golden Award“, Record World, für „Top German Orchestra“
  • 1971 „Country Musik Award“ (ASCAO) für „When The Snow Is On The Roses“
  • 1971 „ASCAP-Award“ (American Society of Composers, Authors and Publishers) für Elvis Presley´s Aufnahme von „Fool“
  • 1974 „Ehrenlöwe“ Fernsehpreis des Radio Luxemburg
  • 1975 „Goldene Westfalenhalle“ 1975 „Goldener Notenschlüssel“ des Deutschen Musikverlags Sikorski
  • 1976 „Star Of The Year“ – Trophäe der englischen Fachzeitschriften Music Week und Billboard-London
  • 1977 „Robert Stolz-Preis“ der Robert-Stolz-Stiftung
  • 1978 „Bundesverdienstkreuz am Bande“ verliehen von Bundespräsident Walter Scheel
  • 1979 „Die goldene Kamera“ der Zeitschrift HörZu
  • 1980 Cashbox – Award für „The Seduction“ für die beste Instrumentalproduktion des Jahres Spezial-Preis für 52 Chart-Alben aus Großbritannien 1991 „Goldene Stimmgabel“ des ZDF 1994 „Goldene Eins“
  • 1994 „Echo“ in der Kategorie „Lebenswerk“
  • 2000 „Platin Stimmgabel“ des ZDF
  • 2009 Senatsmedaille für Kunst und Wissenschaft (15. April) der Freien Hansestadt Bremen 2009 Ernennung zum Ehrensenator der Hochschule für Künste Bremen (29. Mai)
  • 2009 „Lifetime Award“ der Universal für 80 Millionen verkaufte Tonträger
  • 2012 Deutscher Musikautorenpreis
  • 2012 der GEMA für sein Lebenswerk
  • 2013 Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien (8. April)
  • 2014 Ehrung “Hamburger des Jahres
  • 2014” in der Kategorie „Lebenswerk” durch Hamburg 1 (08. Dezember)

 

Quelle: Semmel Concerts Entertainment GmbH, 25.02.2019, Foto: James Last – The Official Tribute To/ Zum 90. Geburtstag des erfolgreichsten Bandleaders, Quelle: Robert- Freiberger

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