AFRIKA! AFRIKA!

AFRIKA! AFRIKA! ab 23.01.-28.01.2018

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Show Factory und Semmel Concerts präsentieren

AFRIKA! AFRIKA!

nach einer Idee von André Heller

Die Erfolgsshow vom Kontinent des Staunens kehrt zurück

Über vier Millionen Menschen haben sich von der magischen Lebensfreude der afrikanischen Showsensation, die weltweit Erfolge feierte, bereits anstecken lassen. 2018 kehrt die vom österreichischen Aktionskünstler André Heller erschaffene „Extravaganz“ zurück auf Bühnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Eintrittskarten gibt es ab 29,90 Euro ab dem 31. März 2017 an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie unter www.afrikaafrika.de. Spektakulär, phantasievoll, traumverloren, intensiv und ein wenig exzentrisch wollen die neuen Produzenten Hellers Erbe weiterführen. Ausgewählte Höhepunkte aus zwölf Jahren AFRIKA! AFRIKA! sollen in neuem Glanz erstrahlen. Aber vor allem will die Show den zahlreichen Neuentdeckungen aus Afrika und der sogenannten „Diaspora“ – also afrikanisch-stämmigen Künstlern aus anderen Kontinenten – eine Bühne bieten. Die Regie führt diesmal Georges Momboye, der bereits von 2005 bis heute bei allen Produktionen als Tänzer, Choreograph und rechte Hand von André Heller agierte. Momboye hat, wie Heller schon 2013 betonte, bereits „bei den bisherigen Produktionen von AFRIKA! AFRIKA! als Chef-Choreograph und – nach meinem Ausscheiden 2008 – auch als künstlerischer Gesamtleiter seine Könnerschaft unter Beweis gestellt.“ Über sein Engagement für 2018 sagt Momboye:

“Die Vision meines Freundes und Mentors André fortsetzen zu dürfen, ist eine große Ehre für mich. Afrika! Afrika! ist mehr als eine außergewöhnliche Show, es ist Hoffnung, Stolz und ein wahrgewordener Traum für viele Afrikaner und eine Bereicherung für jeden Besucher.“ Das Ensemble aus über fünfzig Tänzern, Musikern, Akrobaten und Artisten aus über zehn verschieden Ländern wird vom 23. Januar bis Ende Mai 2018 mit über einhundert Aufführungen in 28 Städten zu sehen sein – unter anderem in Berlin, Frankfurt, Graz, Hamburg, München, Wien und Zürich. Für die Produktion und die Tourneeplanung der hochwertigen Bühnenshow – mit spektakulärer Videokunst und Live-Band – zeichnen die renommierten Veranstaltungshäuser Semmel Concerts, Bayreuth/ Deutschland, und Show Factory, Bregenz/ Österreich, verantwortlich. André Heller präsentierte im Dezember 2005 AFRIKA! AFRIKA! erstmals in Frankfurt am Main. Die umjubelte Weltpremiere war der Auftakt für eine der erfolgreichsten Showproduktionen der letzten Jahrzehnte. Auf die Zelttourne folgten noch zwei Theater-Tourneen, zuletzt 2013-2014, die nahtlos an die ersten Erfolge anschließen konnten. AFRIKA! AFRIKA! zeigt die künstlerische Gegenwart genauso wie das traditionsreiche Erbe vom „Kontinent des Staunens“ – von Äthiopien bis zur Elfenbeinküste, von Marokko bis Südafrika sowie deren Weiterentwicklung von Afro-Amerikanern und Afro-Europäern in der „Diaspora“, die afrikanisches Talent und Temperament mit den kulturellen Einflüssen anderer Kontinente verbinden. André Heller wünscht Momboye und „seinen Künstlern, sowie den renommierten Produzenten Walter Egle und Dieter Semmelmann ähnliche Triumphe, wie sie den früheren Produktionen vergönnt waren. “Denn“, so fügt er hinzu, „als ich mich 2014 von allen Bühnenshows zurückzog, um mich ganz auf Gartenprojekte, Museumsentwicklungen und das Schreiben von Büchern zu konzentrieren, waren viele afrikanische Meisterartisten sehr betroffen, ihre Arbeitsmöglichkeit in der so ungewöhnlich jahrelang erfolgreichen Show zu verlieren. Deshalb freue ich mich darüber, dass eine zentrale Persönlichkeit aus meinem Afrika! Afrika! Kreativ-Team, der legendäre Choreograph George Momboye von der Elfenbeinküste, nun, gänzlich von mir abgekoppelt, seine eigene Version von Afrika! Afrika! ins Leben ruft.“

Und so tourt AFRIKA! AFRIKA! ab Januar 2018 unter der Regie von Georges Momboye wieder durch Deutschland Österreich und die Schweiz. Ein Versprechen von André Heller wollen die neuen Macher aber auf jeden Fall auch dieses Mal einlösen:

„Die Show schafft es verlässlich, den Zuschauern ein frohes Herz zu schenken.“ André Heller, 2014

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Zirkus in Afrika – Reich an Talenten, dürftig an Möglichkeiten

„In Afrika gibt es viele Talente – vielleicht die größte Vielfalt an Talenten weltweit. Aber leider auch die denkbar schlechtesten Voraussetzungen für eine gute Ausbildung in Tanz, Artistik oder anderen Berufen“, erklärt Georges Momboye, der nicht erst durch seine Mitarbeit an André Hellers AFRIKA! AFRIKA! zu einer Koryphäe afrikanischer Artistik und Tänze geworden ist. Tanz und Bewegung haben eine lange und bedeutende Tradition in fast allen afrikanischen Kulturen – von Stammestänzen, über Initiationsriten bis hin zu Freuden- und Protesttänzen. Die afrikanischen Tanzformen reichen von den orientalisch-anmutenden Berbertänzen im Norden, über die wilden und gestenreichen Tänze aus dem Senegal oder die extrem schnellen Füße der Elfenbeinküste bis zum Gumboot-Dance (dt.: Gummistiefel-Tanz) Südafrikas, der in den 1880er Jahren in den Gold- und Diamantenminen um Johannisburg entstanden ist. Vielen Afrikanern und afrika-stämmigen Menschen scheint ein gutes Rhythmusgefühl, eine besondere Beweglichkeit und tänzerisches Talent in die Wiege gelegt zu sein. Das mag wie ein Klischee klingen. Wer aber ein afrikanisches Dorffest oder das Finale einer Show von AFRIKA! AFRIKA! einmal selbst erlebt hat, ahnt, wovon die Rede ist. Artistische Elemente sind dabei einerseits fast überall Teil des Tanzes und andererseits oft ein elementarer Teil des täglichen Lebens – insbesondere von Kindern und Jugendlichen. An artistischem Talent gibt es darum in Afrika meist wenig Mangel, mangelhaft ist hingegen kontinental-übergreifend deren Förderung. Eine der wenigen Ausnahmen oder auch einer der Vorreiter afrikanischer Zirkusförderung ist Marokko. In den dortigen Souks (Marktplätzen) buhlen traditionell neben Händlern auch zahlreiche Akrobaten und Gaukler um die Gunst des Publikums – und das schon seit Jahrhunderten. Seit 2009 betreibt Marokko mit dem Cirque Schems’y die erste professionelle Zirkusschule im Land. Entstanden aus einem Hilfsprojekt für Kinder und Jugendliche aus ärmsten Verhältnissen, verfügt die Schule heute über strenge Aufnahmeprüfungen, renommierte Lehrer und vergibt international anerkannte Diplome. Als eine der Hochburgen der afrikanischen Zirkuskunst gilt Äthiopien.

Allein in der Hauptstadt Addis Abeba gibt es mindestens zehn eigenständige Schulen und das 1991 gegründete Projekt „Circus Ethiopia“ hat es auch über die Grenzen Afrikas hinaus zu Ansehen gebracht. Äthiopien zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Allein für die fast 100.000 Straßenkinder in Addis Abeba ist der Broterwerb durch Akrobatik einer der wenigen Hoffnungsschimmer auf ein besseres Leben. Die Schulen sind oft nicht mehr als lockere Treffen und Zusammenkünfte, manchmal in alten Lagerhallen, manchmal einfach unter freiem Himmel. Jeder zeigt, was er kann, man schaut sich etwas von anderen ab und wenn man besonders talentiert ist, bekommt man auch Hilfe oder bezahlte Auftritte. Den Durchbruch von Auftritten auf staubigen Dorfplätzen zu einer internationalen Karriere schafften Dank AFRIKA! AFRIKA! sowohl die zwei jungen Fußjongleurinnen Tirhas Gidey Abreha und ihre Kollegin Yagersew Ali Desta sowie die drei begnadeten Handstand-Akrobaten ‚Human Balance‘. Engagierte Zirkusschulen, wenn auch sehr ärmliche, gibt es auch in Tansania, Burkina Faso und Guinea. Aus letzterer stammte beispielsweise die athletische Schlangenfrau Helene Sano, die 2013/2014 bei AFRIKA! AFRIKA! für Staunen sorgte. Das ostafrikanische Tansania erlebte durch AFRIKA! AFRIKA! gar einen gehörigen Aufschwung in der Zirkusausbildung. Tansania ist mit rund 50 Millionen Einwohnern das sechstgrößte Land Afrikas. Über 100 Sprachen werden in der ehemaligen britischen Mandatsmacht noch heute gesprochen. 2003 gründete Winston Ruddle dort die erste nennenswerte Zirkusschule, aus denen einigen Talenten auch der Sprung in die Produktionen von André Heller gelang sowie in weitere internationale Zirkus- und Varieté-Produktionen. Besonders bekannt sind die tansanischen Akrobaten für ihre kraftvollen Menschenpyramiden und Stangenakrobatik. Oft sehr US-amerikanisch und westeuropäisch orientierte Akrobaten findet man in Südafrika. Bei AFRIKA! AFRIKA! waren neben den traditionellen GumbootTänzern auch mehrmals südafrikanische Breakdancer mit höchstem artistischen Niveau zu bestaunen. Auch hier sind viele Ausbildungsmöglichkeiten aus Projekten gegen die Armut in den Townships entstanden. Zu den bekanntesten zählt die „Zip Zap Circus School“, die 1992 in Kapstadt gegründet wurde. Das Projekt will Kindern und Jugendlichen Perspektiven geben, aber vor allem Verantwortungsgefühl und Selbstvertrauen vermitteln. Unterstützung erhält das Projekt, das regelmäßig national und international auf Tour geht, unter anderem vom Kinder-Missionswerk „Die Sternsinger“ sowie vom Cirque Du Soleil. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, lebt die Zirkuskunst in Afrika hauptsächlich vom eigenen Engagement der Artisten dort – oftmals getrieben von der Hoffnung, mit akrobatischen Fähigkeiten schlicht den eigenen Lebensunterhalt verdienen zu können. Plattformen wie Youtube kommt dabei eine besondere Stellung zu. Hier können Akrobaten aus anderen Ländern und Kontinenten genau studiert werden. Beim Nachahmen werden die Originale dann oft erreicht und manchmal auch übertroffen. Eines haben die afrikanischen Künstler den Perfektionisten anderer Kontinente aber fast immer voraus: die Freude an dem, was sie tun.

AFRIKA! AFRIKA! Die neue Show 2018
23.01.2018 bis 28.01.2018 Berlin
THEATER AM POTSDAMER PLATZ

Änderungen vorbehalten.
Eintrittskarten sind erhältlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen,

oder telefonisch unter der Semmel Concerts Ticket-Hotline 01806/ 57 00 99 (20 Cent / Anruf, Mobilfunk 60 Cent / Anruf)

sowie im Internet unter www.semmel.de.

Quelle: Semmel Concerts Entertainment GmbH+Foto_Suzy-Stoeckl